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EU-Schweinemarkt wartet auf Impulse für den Drittland-Export

Notierung gibt in Österreich um 2 Cent nach um den Preisabstand zu Deutschland zu reduzieren.

Überwiegend stabile Verhältnisse prägen auch diese Woche den EU-Schweinemarkt. Die Preise bewegen sich in den meisten Mitgliedsländern seitwärts. Das Fundament der Notierungen scheint jedoch zurzeit wenig belastbar, denn es fehlen die Impulse vom Export in Drittstaaten. In Deutschland bleibt die Mastschweine-Notierung unverändert, Verarbeitungsbetriebe kündigen jedoch aufgrund hoher Lagerstände an, die Schlachtzahlen zurückzufahren. Auch in den übrigen Mitgliedstaaten wird von gesättigten Märkten berichtet.

In Österreich kam ebenfalls etwas Sand ins Marktgetriebe. Während in den letzten Wochen die Frischfleisch-Aktionen für einen flotten Absatz sorgten, schwächelt nun dieses Segment. Der Handel mit Verarbeitungsfleisch stöhnt unter der Last der internationalen Preisvorgaben. Vor diesem Hintergrund gab es vehemente Forderungen der heimischen Schlachtbetriebe, den Preisabstand zu Deutschland deutlich zu reduzieren. Dies wurde auch damit begründet, dass es durch Preismaskenänderungen in unserem Nachbarland zu einer versteckten Erlösrücknahme gekommen ist. Die Konsequenz daraus: Die Mastschweine-Notierung der Schweinebörse sinkt um 2 Cent auf EUR 1,64 (Berechnungsbasis: EUR 1,54) je kg.

Die Marktaussichten für die kommenden Wochen sind laut Österreichischer Schweinebörse vor allem von den Exportmöglichkeiten abhängig. Denn die Erzeuger warten und hoffen auf „weißen Rauch “ aus Russland und Asien, den wichtigsten Abnehmern. Am deutschen Markt laufen die Schlachtbänder derzeit auf Hochtouren. Angesichts der Osterfeiertage und der damit verbundenen fehlenden Schlachttage reicht der Spielraum für Preissteigerungen wahrscheinlich nicht aus, so die Einschätzung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN).
(Red./AIZ)

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