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EU-Schweinemarkt: Lebendtierangebot knapp – Fleischmarkt gut versorgt

Österreichische Notierung legt um 3 Cent zu

Quer durch den europäischen Binnenmarkt wird derzeit von geräumten Schweinemärkten berichtet. Daher tendieren die Notierungen um 2 bis 4 Cent (Deutschland) nach oben. Ebenfalls einheitlich fällt die Beurteilung des Marktes seitens der Fleischhändler aus, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen. Das fehlende Absatzventil nach Russland bremst weiterhin den Warenstrom.

Auch in Österreich sind schlachtreife Schweine derzeit Mangelware. Das trifft speziell die am Heimmarkt orientierten Schlachtunternehmen. Andererseits stehen international tätige Großabnehmer phasenweise auf der Bremse. Auch für kommende Woche lag die Bestellmenge über dem verfügbaren Schweineangebot. Vor diesem Hintergrund wurde auch hierzulande ein Plus von 3 Cent notiert. Der Mastschweine-Notierungspreis steigt somit auf 1,74 Euro (Berechnungsbasis: 1,64 Euro) je kg.

„Da der Beginn der Ferienzeit jetzt unmittelbar bevorsteht, entspannt sich erfahrungsgemäß die Nachfrage. Der Hunger nach Grillartikeln ist aber anhaltend hoch, sodass auch weiterhin mit zumindest unveränderten Preisen zu rechnen ist“, so Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse.

Deutschland: Zahl der Schweine haltenden Betriebe weiter rückläufig

Laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts wurden in Deutschland zum Stichtag 03.05.2014 insgesamt 28,1 Mio. Schweine in rund 27.100 Betrieben gehalten. Damit hat sich der Schweinebestand seit November 2013 leicht verringert (-0,2%), während die Zahl der Betriebe um 3,1% zurückging. Die Zahl der Betriebe mit Mastschweinen sank seit November 2013 um 3,9% auf rund 22.700. Dabei kam es bei kleineren Haltungen mit bis zu 1.000 Tieren zu einem Rückgang um 3,9%, während die Zahl der Höfe mit mehr als 5.000 Stück um 8,6% zunahm. Der Bestand an Mastschweinen verkleinerte sich insgesamt um 2,9% auf rund 12 Mio. Tiere.

Bei den deutschen Betrieben mit Zuchtsauen kam es zwischen November 2013 und Mai 2014 zu einer Reduktion um 3,4% auf rund 10.500. Auch hier gaben insbesondere kleinere Züchter die Sauenhaltung auf. So haben 6,2% der Betriebe mit bis zu 100 Zuchtsauen deren Haltung eingestellt, während die Anzahl der Höfe mit mehr als 500 Tieren um 3,7% zulegte. Der gesamte Bestand an Zuchtsauen erhöhte sich leicht um 0,8% auf rund 2,1 Mio. Tiere. (Red./AIZ)

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