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Aktuelle Konjunkturbeobachtung

Die Statistik Austria legt ihre Zahlenauswertung für das Fleischergewerbe für das Gesamtjahr 2012 und das erste Quartal 2013 vor

Für das Jahr 2012 meldeten 49 % der Fleischereibetriebe Umsatzsteigerungen von durchschnittlich 7,1 % gegenüber 2011, 43 % blieben auf Vorjahresniveau, und acht Prozent verzeichneten Umsatzrückgänge um durchschnittlich 7,5 %. Im Gewerbe und Handwerk insgesamt lag die Exportquote bei acht Prozent. Allerdings ist die Exportleistung auf relativ wenige Betriebe zurückzuführen. Elf Prozent realisierten Umsätze mit Exporten, 89 % hatten 2012 keine Exportumsätze. Insgesamt ergibt sich daraus eine durchschnittliche Erhöhung des Branchenumsatzes um 2,6 % (Vorjahr: + 2,3 %). Im Vergleich dazu ist die gesamte Wirtschaftsleistung Österreichs, das Bruttoinlandsprodukt, nominell um 3,1 % gestiegen (siehe Grafik). 4,9 % des Gesamtumsatzes entfielen auf Exporte.

Was die Preisentwicklung betrifft, blieben bei 14 % der Betriebe die Preise konstant, und 86 % der Betriebe erhöhten im Vorjahr ihre Verkaufspreise. Kein Betrieb musste die Verkaufspreise reduzieren. Im Branchendurchschnitt wurden damit die Verkaufspreise 2012 um 5,0 % erhöht (Vorjahr: + 2,6 %). Die Verbraucherpreise insgesamt (Inflationsrate) stiegen österreichweit um 2,4 %. Nach Berücksichtigung der Veränderung der Verkaufspreise ist der Branchenumsatz mengenmäßig um 2,4 % gesunken (Vorjahr: – 0,3 %). Der gesamtwirtschaftliche Vergleichswert, das reale Bruttoinlandsprodukt, lag 2012 um 0,8 % über dem Niveau von 2011. Im Branchendurchschnitt wurden im vergangenen Jahr mit rund 5.400 Euro je Beschäftigten um 57 % weniger investiert als 2011 (12.600 Euro). Von den Gesamtinvestitionen entfielen 3.500 Euro je Beschäftigten auf bauliche (2011: 8.600 Euro) sowie 1.900 Euro auf sonstige betriebliche Investitionen (2011: 4.000 Euro).


Ausblick 2013

Im heurigen Jahr planen 43 % der Fleischereibetriebe, Investitionen vorzunehmen. 20 % rechnen mit höheren Investitionen als im Jahr 2012, neun Prozent wollen gleich viel investieren wie im Vorjahr, und 14 % planen zwar Investitionen, allerdings in geringerem Ausmaß als 2012. Auf Problembereiche angesprochen, meinen 71 % der Betriebe, dass sie im laufenden Jahr durch die Preiskonkurrenz in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt sind. 28 % sehen aufgrund des Fachkräftemangels in ihrer betrieblichen Leistung behindert, 17 % durch Lehrlingsmangel, 15 % durch fehlendes Risiko- bzw. Eigenkapital und vier Prozent durch Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme. Was das erste Quartal des neuen Jahres betrifft, beurteilen acht Prozent die Geschäftslage mit gut, 75 % mit saisonüblich und 17 % der Betriebe mit schlecht. Zieht man den Anteil der schlechten Beurteilungen von den guten ab, ergibt sich ein Wert von minus neun. Per Saldo hat sich damit das Stimmungsbarometer im Vergleich zum Vorquartal verschlechtert. Für das 1. Quartal 2013 meldeten vier Prozent der Betriebe Umsatzsteigerungen gegenüber dem 1. Quartal 2012, 78 % keine Veränderung und acht Prozent Umsatzrückgänge – womit sich die Situation im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verschlechtert hat.

Umsatzsteigerung erwartet

Was das 2. Quartal dieses Jahres angeht, sehen die Fleischer ihre Lage schon etwas optimistischer. So prognostizieren 14 % der Betriebe, dass der Umsatz im Vorjahresvergleich steigen wird, 75 % erwarten keine Veränderung, und elf Prozent rechnen mit Rückgängen. Hingegen planen fünf Prozent der Betriebe den Beschäftigtenstand im Zeitraum April bis Juni 2013 um durchschnittlich 9,4 % zu erhöhen,84 % der Betriebe rechnen damit, den Personalstand konstant halten zu können, elf Prozent beabsichtigen, die Zahl der Mitarbeiter um durchschnittlich 12,7 % zu verringern. Im Durchschnitt ergibt sich daraus eine geplante Erhöhung des Beschäftigtenstandes um 0,1 % was unter dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahres liegt.

Red/Statistik Austria

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