Fleischermeister Josef Kail versteht sein Handwerk – nicht nur mit Schneidemesser und Hackbeil, sondern auch in der Sprache. Das Fachgescha?ft, das er mit seiner Frau Bianca seit 2019 in Murau betreibt, heißt „Die KAILerei“ und seit dem Umbau im November 2022 steht auf der Ru?ckwand: „Hauptsache Fleisch, der Rest ist Wurst.“ Wurst, wer sich um den Umbau des in die Jahre gekommenen Ladens ku?mmern sollte, war es ihm aber nicht. Ernst Sommerauer, Landsmann aus der Steiermark und Vertriebsleiter von Aichinger sollte es sein. Die Herausforderung: Den Laden mit nur 40 Quadratmetern Fla?che in nur 14 Tagen umzubauen und ein neues Raumerlebnis zu schaffen.
Wichtige Details im Geschäft von Fleischermeister Kail
Aller Anfang war schwer, nicht nur nach der Ero?ffnung im Februar 2019, sondern auch beim Umbau. Der Betonsockel der alten Theke konnte erst mit einem Minibagger mit Meißel abgebrochen werden. Josef Kail ist aus hartem Holz geschnitzt, weiß widrigen Umsta?nden zu trotzen. Mit einem exakten Bauzeitenplan, einer straffen Bauleitung von Ernst Sommerauer und o?rtlichen Handwerkern, auf die Verlass war, haben es Bianca und Josef Kail geschafft. Fu?r beide war der Umbau auch „gelebte Solidarita?t“ in Murau.
Drohnenaufnahme von Murau
Selbstversta?ndlich, dass er eigens fu?r den Laden von einem o?rtlichen Fotografen eine Drohnenaufnahme der Bezirkshauptstadt erstellen ließ. Diese schmu?ckt nicht nur die Wand, sondern ist fu?r die Menschen vor und hinter der Theke gleichermaßen identita?tsstiftend. Das Herz Muraus schla?gt in den engen Gassen der mittelalterlichen Altstadt und vor allem auf dem Hauptplatz. Die KAILerei liegt gewissermaßen an der Hauptschlagader. Die Murauer wissen es zu scha?tzen und beweisen es mit ihren Einka?ufen, dass Bianca und Josef Kail in den Ort mit 3500 Einwohnern investiert haben, damit die Infrastruktur der „Holzhauptstadt O?sterreichs“ und Bierstadt nicht ausblutet. Die Einwohnerzahl hat sich wieder stabilisiert, dennoch sind Salzburg und Klagenfurt fu?r die Murauer gut zum Einkaufen zu erreichen.
Gastro-Bereich blieb erhalten
Das mittelalterliche Gema?uer, das Die KAILerei umgibt, ließ nur wenige Vera?nderungen im Laden zu. Die Gaststube mit 30 Sitzpla?tzen fu?r den Mittagstisch blieb nahezu unvera?ndert. Zwischen 30 und 40 Ga?ste kommen ta?glich, gekocht wird in der 2021 umgebauten Ku?che. Fu?r Ga?ste, fu?r die der Treppenabsatz zu beschwerlich ist, wurde im Laden noch ein Tisch platziert. Neben dem Eingang befindet sich ein Regal mit regionalen Produkten, daneben ein Tiefku?hlschrank und ein Ku?hlschrank fu?r Getra?nke – mehr Platz ist nicht.

Dass eine attraktive Pra?sentation nicht immer viel Platz beno?tigt, zeigt die Heißtheke der „KAILerei“. © Aichinger
Heiße Theke
Dass eine attraktive Pra?sentation nicht immer mehr Platz beno?tigt, zeigt die Heißtheke in „Die KAILerei“. Die Produkte werden in Bra?tern auf der Platte 64 pra?sentiert. Das Wa?rmesystem ermo?glicht die ansprechende und verkaufsfo?rdernde Pra?sentation warmer Speisen in Theken zur Selbstbedienung oder in Bedienung. Die Speisen ko?nnen in To?pfen, Kasserollen und Schu?sseln aus Metall und Keramik pra?sentiert werden. Alternativ wird auch ein Aufsatz fu?r die ga?ngigen GN-Schalen angeboten. Die Platten werden einzeln und gradgenau bis 150 °C eingestellt und ko?nnen auch fu?r die Pra?sentation von kalten Speisen genutzt werden. Die kurze Aufwa?rmzeit und die zuschaltbare Oberhitze durch Infrarot-Wa?rmestrahler ermo?glichen es, das Warmhaltesystem schnell in Betriebsbereitschaft zu bringen. Gegenu?ber herko?mmlichen Wa?rmesystemen wird zudem deutlich weniger Energie verbraucht.
Sirius – der Thekenklassiker
Josef Kail legt großen Wert auf die perfekte Pra?sentation der Produkte, deshalb werden in der Bedientheke Sirius 3 mit 4,3 Laufmetern La?nge die Bereiche Fleisch, Wurst, Ka?se und Feinkost mit einem eigenen Ka?lteaggregat versorgt. Begeistert ist der Fleischermeister von AI-amLight. Dieses Lichtsystem ist nahezu unsichtbar in die Ku?hltheke integriert. Mit dem an der Ru?ckseite der Theke angebrachten Bedienpanel werden segmentweise (30 cm) Farbe, Intensita?t und Helligkeit der LEDs individuell eingestellt. Die von Lichtexperten vorgenommenen Grundeinstellungen fu?r Fisch, Fleisch- und Wurst- waren, Ka?se und Backwaren erleichtern die individuelle Anpassung. Die LED-Beleuchtung emittiert wenig IR- und U V-Strahlung, zudem entsteht an der Lichtaustrittsquelle keine Wa?rme. Dies vermeidet die unerwu?nschte Austrocknung der Oberfla?chen der Produkte und die Gefahr von Verkeimung. Beides reduziert den Food Waste. Die LEDs arbeiten in der ku?hlen Umgebung zudem besonders energieeffizient und sind sehr langlebig. Aichinger hat nicht nur optimale Bedingungen fu?r die Warenpra?sentation geschaffen, sondern auch fu?r die Arbeitsbedingungen, damit’s „rund la?uft“ wie Josef Kail sagt. Sein Schneidebrett ist wegen der Ko?rpergro?ße eine Spezialanfertigung und auf der Ru?ckseite ist nun ein Fleischku?hlschrank integriert, der ihm die fru?here Lauferei in den ru?ckwa?rtigen Ku?hlraum erspart. Details, die die Arbeit erleichtern und den Unterschied ausmachen.
Autor: Volker Simon

Die Bedientheke Sirius 3 von Aichinger hat 4,3 m La?nge. Die Bereiche Fleisch, Wurst, Ka?se und Feinkost werden mit einem eigenen Ka?lteaggregat versorgt. © Aichinger

