Produktion & Industrie

Hütthaler baut neue Zerlegung

Der oberösterreichische Familienbetrieb Hütthaler baut in Redlham eine neue Zerlegung, die der verstärkten Nachfrage nach Tierwohl-Produkten gerecht werden soll. Das voraussichtliche Investitionsvolumen sind rund 12 Millionen Euro und 2022 soll der neue Betrieb bereits fertig gestellt sein.

Die Nachfrage nach Tierwohl-Linie steigt immer mehr. Dazu kommt der Trend zur Regionalität, der wohl durch die Corona-Krise nochmals einen Aufwind erfahren hat. Das spielt natürlich jenen Unternehmen in die Karten, die schon früh darauf gesetzt haben. So wie etwa dem Famillienbetrieb Hütthaler. Seit Jahren feilen die Oberösterreicher an ihrem Tierwohl-Konzept und sind damit einer der Pioniere in Österreich. Geschäftsführer Dr. Florian Hütthaler: „Das vergangene Jahr hat uns durch die Covid-19-Pandemie vor einige Herausforderungen gestellt, trotzdem konnten wir das Jahr positiv abschließen. Die Themen Regionalität und Tierwohl wurden speziell in Zeiten von Corona nochmals hervorgehoben und werden auch künftig eine große Rolle spielen. Wir werden uns dadurch auch 2021 intensiv mit unserem Tierwohl-Programm Hütthalers Hofkultur beschäftigen.“

Neue Pläne für mehr Tierwohl

So wurden trotz – oder gerade wegen – der Pandemie die Anzahl der Tierwohl-Landwirte um knapp 20 Prozent aufgestockt. Mittlerweile arbeiten 37 Landwirte nach den Grundsätzen der Hofkultur – Tendenz stei- gend. Hütthaler ist überzeugt, dass „die Nachfrage nach solchen Produkten auch in Zukunft mehr an Bedeutung gewinnt“ und dadurch ganz klar regionale Qualitätsprogramme, wie die Hofkultur, fokussieren.

Vor mittlerweile zwei Jahren wurde der Gläserne Schlachthof eröffnet, nun fehlen Kapazitäten in der Zerlegung. Hütthaler erzählt: „Nach der Investition in unseren Schlachthof nach Tierwohl-Grundsätzen, fehlen uns in der aktuellen Zerlegung die Kapazitäten, um diesen voll auszulasten. Eine positive Erweiterung unserer Tierwohl-Produkte hinsichtlich Gastronomie ist außerdem geplant. Zudem schlachten wir derzeit vorwiegend für die eigene Produktion, um unsere Rohstoff-Qualität selbst zu bestimmen und wollen dies noch ausweiten.“

Zerlegung für 12 Millionen

Dementsprechend liegen bereits neue Ausbaupläne auf dem Tisch der Hütthalers. Um rund 12 Millionen Euro soll in Redlham eine neue Zerlegung entstehen. Der Spatenstich erfolgte bereits Ende März 2021 – bis 2022 soll alles fertig sein. Hütthaler: „Unsere Zerlegekapazität wird verdoppelt und mit dem Schlachthof abgestimmt. Dadurch wird in weiterer Folge auch die Schlachthofkapazität erhöht!“

Und auf die Frage, wie denn die neue Zerlegung aussehen wird, merkt man bereits jetzt die Freude und den Stolz des Geschäftsführers: „Hygienisch, modern, rationell, innovativ und wie von unseren Investitionen gewohnt, der Zeit voraus!“

Autorin: Tanja Braune

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