Den Aperitif u?bernahm neben der Eisfamilie Harrer („sieben Mitglieder sind derzeit im Unternehmen“) na?mlich auch Fleischer Martin Steiner mit seinen Ko?stlichkeiten. „Als Genussbetriebe aus Sollenau haben wir nach Gemeinsamkeiten gesucht“, erza?hlt dazu Sandra Harrer, die den Eissalon im su?dlichen Niedero?sterreich leitet. Fleisch und Eiscreme? Am Ende traf man sich beim Thema Grillen, denn da sind große Mengen und Bequemlichkeit fu?r den Konsumenten gefragt. Vier Pakete versorgen nun kleine (zwei bis vier Personen) und große (sechs bis acht Personen) Sommer-Runden. Wa?hrend beim Eis Menge und Sorten variieren, packt die Fleischerei Steiner – heuer 60 Jahre aktiv! – unterschiedliche Fleischsorten in die Ku?hlbox. Koteletts und Wu?rstel sowie Salat und Saucen bilden das kleine „Sorglos-Paket“, wa?hrend im großen Huhn mit Semmel bzw. Brokkoli-Fu?lle wartet.
Regional kooperieren – gemeinsam liefern: Eissalons Harrer & Fleischerei Steiner
Der Clou bei allen Boxen ist, dass der jeweils andere Regionalpartner einen 5-Euro-Gutschein dazu packt. So macht das Eis Gusto auf Fleisch und umgekehrt. An Sorten mangelt es jedenfalls nicht, das zeigte die Harrer-Pra?sentation fu?r die Wiederverka?ufer. 1984 hat Anton „Toni“ Harrer – damals noch in Wiener Neustadt – mit dem Eisverkauf begonnen. Nach Jahren, in denen selbst in China Eisdielen betrieben wurden, konzentriert man sich heute auf die Produktion fu?r LEH und Gastro, den Salon in Sollenau und den Betrieb dreier Catering-Fahrra?der. Acht neue Sorten stehen 2024 zur Verfu?gung, darunter ein Wunsch von Harrer sen., der heute als Berater fungiert: „Mango Lassi“. Allesamt basieren sie auf Eismassen mit Milch aus der Steiermark oder Ka?rnten. Die wohl spannendste Kreation neben „Pistazienknusper“, „Kokos-Mango-Flip“ oder Preiselpeter“ stellt wohl der „Super Booster“ dar. Die Kombination von Kurkuma und Ingwer mit Eis bringt den „Superfood“-Trend in die Gescha?fte – und punktet mit herb-scharfem Nachklang. 80 Verkaufspartner za?hlt man bei Harrer, „zehn neue kommen ja?hrlich dazu“. Vom Franchise, so Harrer, habe man sich auch verabschiedet, weil man mit Qualita?t wachsen wollte. Entsprechend wa?hlerisch sei man auch bei neuen Kunden: „Wir ko?nnen es uns zum Glu?ck aussuchen“, so Toni Harrer. Ku?hlkette, Pra?sentation, ja, „die Wertscha?tzung fu?r unser Eis“ mu?sse auch in der Gastro passen. Die Auslastung abseits der Spitzen im Juli und August sei aber auch wirtschaftlich wichtig. Die Eis-Mengen fu?r den Wiederverkauf ermo?glichen es, die 30 Mitarbeiter des „eisigen“ Familienunternehmens ganzja?hrig zu bescha?ftigen. Soeben wurde von Sohn Toni Harrer, einem der Gescha?ftsfu?hrer, das Lager- und Bestellwesen neu digitalisiert, um die Kunden noch „cooler“ beliefern zu ko?nnen.
Autor: Roland Graf
