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Billigpreise drücken aufs Image

Der Schweinepreis bröckelt immer weiter. Das nutzen die Lebensmittelhändler derweil eifrig, um mit Ramschpreisen Kunden in ihre Läden zu ziehen. So kommt das wertvolle Lebensmittel Fleisch allerdings nicht aus seiner Akzeptanzkrise heraus.

In diesem Jahr wurde in Deutschland bislang so viel Schweinefleisch erzeugt wie noch nie. Gleichzeitig essen die Deutschen längst nicht mehr so viel Fleisch und Wurst wie noch vor Jahren. Hinzu kommen die Importsperre Russlands und nun noch die Krise in China – das übt derzeit einen enormen Preisdruck auf die Märkte für Schweine und deren Fleisch aus.
Da wird auch das Klagen der landwirtschaftlichen Erzeuger immer lauter, die in der aktuellen Tiefpreisphase vielfach Verlust machen. Präsident Johannes Röring vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) forderte jetzt von Bundesernährungsminister Christian Schmidt die Einberufung eines Lebensmittelgipfels unter Einbeziehung der Politik und aller Beteiligten der Wertschöpfungskette. „Der Markt funktioniert nicht mehr“, moniert Röring.

Die vermeintliche Überproduktion an Fleisch reizt auch die Medien einmal mehr, einen kritischen Blick auf die Erzeugungsmethoden zu werfen, wie aktuell das TV-Magazin „Frontal 21“. Kleine Preise, wenig Qualität und Tierwohl, lautet da die einfache Gleichung. Und die Grünen haben bereits einen Vorschlag geliefert, um aus dieser Falle herauszukommen: Zehn Prozent mehr Platz für jedes Schwein – europaweit – und der Markt würde sich von allein regulieren. (afz)

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