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Reiter zu Tierwohlpaket: Planungssicherheit für Jungbauern

Nach zwei Jahren Verhandlung mit dem Koalitionspartner, den agrarischen Branchenvertretern und unter Einbindung der Öffentlichkeit wurde das Tierwohl-Paket in der gestrigen Sitzung des Nationalrates beschlossen. „Mit Weitblick und Hausverstand entwickeln wir die Tierhaltung in Österreich in machbaren Schritten weiter. Für alle Hofübernehmer schafft der Gesetzesbeschluss langfristige Perspektiven“, begrüßt Jungbauern-Bundesobfrau und Nationalratsabgeordnete Carina Reiter die Maßnahmen.

Viele junge Schweinehalter sind bei geplanten Um- und Neubauten verunsichert. Ein neuer Stall braucht etwa 25 Jahre, bis er abbezahlt ist. „Aus Verantwortung für die nächste Generation schaffen wir mit dem Tierwohl-Paket nun einen gesetzlichen Rahmen. Das gibt Jungbäuerinnen und -bauern mehr Sicherheit und Planbarkeit bei neuen Investitionen“, so Reiter.

Ein Paket für die nächste Generation

Die gesellschaftlichen Anforderungen und die Realität in der Tierhaltung klaffen oft weit auseinander. Fehlende Akzeptanz setzt Jungbäuerinnen und -bauern zunehmend unter Druck. „Mit diesem Schulterschuss gehen wir – mit Maß und Ziel – auf die steigenden Wünsche der Bevölkerung ein und schaffen so ein besseres Image und mehr Wertschätzung für die fordernde Arbeit“, so Reiter.

Tierhalter gehen in Vorleistung 

Die Pandemie und zuletzt der Ukraine-Krieg zeigen uns: Die Versorgung mit Lebensmitteln aus Österreich muss oberste Priorität haben, so Reiter: „Überfordern wir die Bäuerinnen und Bauern mit unrealistischen Auflagen, verlagern wir die Lebensmittelproduktion ins Ausland. Mit dem Gesetzesbeschluss zum Tierwohl-Paket gehen die Tierhalter nun in Vorleistung.

Damit wir die Versorgungssicherheit weiterhin gewährleisten und gleichzeitig die Spitzenposition Österreichs in der Tierhaltung weiter ausbauen, braucht es alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette.

Der Handel und die Gastronomie müssen ihr ‚Greenwashing‘ stoppen und rot-weiß-rote Farbe bekennen. Sich selbst oft nur aus reinem Eigennutz in der Werbung mit Tierwohl-Lebensmitteln zu schmücken, reicht nicht mehr. Wir wollen Taten im Regal sehen. Auch für Konsumenten gilt es zuzugreifen. Der Tisch ist gedeckt.“

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