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Russland/EU: Bewegung im Handelsstreit

Regionalisierung als mögliche Option zur Beendigung des Einfuhrverbots von unbehandeltem Schweinefleisch

Russland hält zwar sein Importverbot für Schweinefleisch aus der EU aufrecht, aber es bemüht sich inzwischen um eine Lösung des Handelsstreits. So ist ein Treffen zwischen dem russischen Chefveterinär Sergej Dankwert und der EU-Kommission diese Woche positiv verlaufen. Beide Seiten waren um sachliche Klärung bestrebt. Nun wurden weitere Treffen in Polen und im russischen Vladimir ausgemacht.

Neues Exportzertifikat
Die EU drängt darauf, dass Russland ein neues Exportzertifikat akzeptiert. Dies soll für alle EU-Länder außer Polen und Litauen gelten. Russland hat eine Regionalisierung des Einfuhrverbots in Aussicht gestellt, zweifelt aber zurzeit noch daran, ob die EU die Bewegung ihrer Wildschweinbestände ausreichend überwacht. Litauen und Polen wollen die Anzahl dieser Wildtiere dezimieren und mit Zäunen deren Eindringen aus Weißrussland verhindern.

EU-Verbraucherkommissar Tonio Borgappelliert an die EU-Mitgliedstaaten, keine Einzellösungen mit Russland zu suchen, sondern geschlossen einen europäischen Weg zu gehen. Dankwert hatte in der vergangenen Woche Veterinärvertreter aus Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, den Niederlanden und Dänemark eingeladen, um die Möglichkeit von Exportgenehmigungen für einzelne EU-Mitgliedstaaten auszuloten. (Red./AIZ)

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