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Donau Soja warnt vor Importverbot von Soja aus der Ukraine

Donau Soja warnt vor Importverboten von nachhaltigem Soja aus der Ukraine. Das EU-Sojadefizit beträgt 92%. Soja ist die Achillesferse der EU-Landwirtschaft. Donau Soja setzt sich für den ungehinderten Import von nachhaltig zertifiziertem, gentechnikfreiem und entwaldungsfreiem Soja ein und appelliert an die nationalen Behörden der EU-Länder, die Sojaimporte aus Drittländern wie der Ukraine zu erlauben. Das Importverbot würde gegen die neue EU-Entwaldungsverordnung verstoßen.

Anlässlich der Bauern-Proteste gegen ukrainische Importe landwirtschaftlicher Produkte und der daraufhin verhängten nationalen Import-verbote in einigen EU-Ländern setzt sich Donau Soja dafür ein, Soja nicht mit anderen landwirtschaftlichen Überschussprodukten in der EU gleichzusetzen und den Import von in der EU dringend benötigtem nachhaltig zertifiziertem, gentechnikfreiem und entwaldungsfreiem Soja weiterhin ungehindert zu ermöglichen.

„Trotz des Krieges hat sich die Ukraine als verlässlicher Handelspartner der EU bestätigt mit einer Rekordproduktion von 650.000 Tonnen von nachhaltig gentechnik-frei zertifiziertem Soja. Jede Tonne, die nicht aus der Ukraine kommt, müsste aus Übersee importiert werden“, warnt Susanne Fromwald, Senior Advisor und Projektleiter Proteinpartnerschaften bei Donau Soja.

Soja ist die Achillesferse in der EU-Landwirtschaft

Donau Soja solidarisiert sich mit den lokalen LandwirtInnen in der EU ebenso wie mit allen PartnerInnen in Drittländern – so auch mit jenen in der Ukraine – die nachhaltig zertifiziertes Soja sogar noch über die strengen EU-Anforderungen hinaus produzieren.

Der Selbstversorgungsgrad der EU mit Soja liegt derzeit nur bei rund 8 Prozent. Auch in Österreich müssen etwa zwei Drittel des benötigten Sojas importiert werden. Soja ist deshalb die „Achillesferse der EU-Landwirtschaft“, da die EU – und auch Österreich – stark auf Einfuhren angewiesen ist.

„Wenn die Importe von gentechnik- und entwaldungsfreiem Soja aus der Ukraine gestoppt werden, wird sich der Nachschub automatisch auf Importe aus anderen Kontinenten verlagern. Dort steht die Eiweißpflanze sehr häufig in Zusammenhang mit Entwaldung und dem Einsatz von Gentechnik oder bedenklichen Pestiziden“, erklärt Fromwald,

„Die Ukraine ist die größte Soja-Anbauregion Europas. Das Land hat sich trotz des Krieges als zuverlässiger Produzent und Lieferant von nachhaltig produziertem Soja erwiesen. Im letzten Jahr wurde dort von unseren PartnerInnen im Rahmen unserer Protein-Partnerschaften mit rund 650.000 Tonnen eine Rekordmenge an gentechnik- und entwaldungsfreiem Soja geerntet“, freut sich Fromwald.

Importverbote widersprechen neuer EU-Entwaldungsverordnung

Donau Soja arbeitet mit PartnerInnen in der EU und in nicht-EU Ländern in Europa zusammen, die nachhaltig zertifiziertes, gentechnik-freies und entwaldungsfreies Soja produzieren.

„Mit unseren Donau Soja und Europe Soya Standards setzen wir uns für einheitliche Wettbewerbsbedingungen mit hohen Nachhaltigkeitsanforderungen in ganz Europa ein. Ein Importverbot von nachhaltig zertifiziertem entwaldungsfreiem Soja aus europäischen Drittländern wie der Ukraine widerspricht massiv der jüngst beschlossenen EU-Entwaldungsverordnung“, so Susanne Fromwald weiter.

Daher appelliert Donau Soja an die nationalen Behörden aller EU-Länder, die nachhaltig zertifizierten, gentechnikfreien und entwaldungsfreien Importe von Soja aus Drittstaaten wie der Ukraine zu erlauben, um eine nachhaltige Proteinversorgung in Europa sicherzustellen.

Die Projekte von Donau Soja in der Ukraine werden von der Austrian Development Agency (ADA) unterstützt.

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