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Schwächelnder EU-Schweinemarkt mit Anzeichen zur Stabilisierung

Mastschweine-Notierung gibt in Österreich nach

Die Notierungen für Schlachtschweine geben diese Woche in vielen EU-Ländern weiter nach – die Bandbreite reicht von -5 Cent in Frankreich bis zu unverändert in Dänemark. In Deutschland, wo in der vergangenen Woche die Preisdruckwelle ihren Ausgang nahm, kommt es zu einem Rückgang um 4 Cent. Hier begründen Großabnehmer die Preiskorrektur mit fehlender Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt. Auch EU-weit heißt es übereinstimmend, dass nicht das Angebot, sondern der Absatz zurzeit ein Problem darstellt.

In Österreich flossen letzte Woche die angebotenen Schweinepartien verhaltener als zuletzt, aber trotzdem zeitgerecht und vollständig ab. „Wenn die Schule beginnt und die Grillsaison endet, sich der Schweinemarkt wendet“ – dieses Motto beklagt derzeit der Fleischhandel. Ausgaben für Schulsachen schwächen die Kaufkraft vieler Familien und andererseits werden Grillartikel auch wetterbedingt zum Ladenhüter. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht eines leicht gestiegenen Angebotes wurde der Preis an der Schweinebörse um 5 Cent zurückgenommen. Die Mastschweine-Notierung sinkt daher auf EUR 1,80 (Berechnungsbasis: EUR 1,70) je kg.

„Mit dem Minus der letzten beiden Wochen liegt das Preisniveau aktuell um 7 Cent unter dem Vorjahresniveau, was den Fleischverkauf wieder begünstigen müsste“, so die Markteinschätzung von Johann Schlederer von der Schweinebörse.

Andererseits werde weiterhin mit einem nicht drückenden Angebot gerechnet. Es gebe also Anzeichen für eine Stabilisierung des Marktes. Auch die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) geht davon aus, dass jetzt die Talsohle bei den Preisen erreicht sein dürfte. (Red./AIZ)

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