Ausbildung

Die LLA Lienz baut auf Zukunft: Moderner Unterricht und erneuerbare Energie

Tierhaltung, Obstbau, aber auch Küchenführung und Pflegeassistenz – der Lehrplan der Landwirtschaftliche Lehranstalt (LLA) Lienz ist vielfältig. Um auch weiterhin einen zeitgemäßen Unterricht zu ermöglichen, werden die Räumlichkeiten laufend modernisiert und erweitert. Im Rahmen einer Festlichkeit im Beisein von Hochbaulandesrat Johannes Tratter wurde diese Woche das neue Mehrzweckgebäude der LLA Lienz offiziell eröffnet. Gleichzeitig erfolgte zudem der Spatenstich für das neue Schlacht- und Veredelungsgebäude.

In den unterschiedlichen Zweigen der Fachschulen steht die pratkische Ausbuldung immer im Fokus.  Entsprechend finden sich auf dem Areal der Schule unterschiedlichste Gebäude, die es ermöglichen, Gelerntes direkt auszuprobieren. Insgesamt werden 4,8 Millionen Euro in beide Bauprojekte investiert.

Insgesamt 260 Jugendliche werden an der LLA Lienz derzeit in den Fachrichtungen Landwirtschaft und ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement ausgebildet. Hinzu kommen jährlich 24 Personen im Rahmen der Fachschule für Erwachsene.

Neues Schlacht- und Veredelungsgebäude ab Spätherbst 2022

Mit einer moderne Schlacht-, Zerlege- und Verarbeitungseinrichtung bekommt die LLA Lienz einen neuen Lehrbetrieb für die Metzgerei-Ausbildung. Im Vergleich zum Bestandsgebäude bietet der geplante Neubau mehr Platz, verfügt über einen barrierefreien Zugang und ermöglicht zudem die Wildfleischverarbeitung und Geflügelschlachtung.

„Das neue Metzgerei-Gebäude wird eine große Bereicherung für den Schulstandort. Durch das erweiterte Platzangebot bekommen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, noch bessere Einblicke in das Metzgerei-Handwerk zu erlangen. Gleichzeitig können auch direktvermarktende Betriebe aus der Region des Lienzer Talbodens die Einrichtung nutzen“, freut sich der Direktor der LLA Lienz, Markus Einhauer, über die Mehrfachverwendung des Gebäudes. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für den Spätherbst 2022 geplant.

Mehrzweckgebäude mit Praxis- und Lehrwerkstätten

Bereits im Herbst 2020 fertiggestellt wurde das neue Mehrzweckgebäude der LLA Lienz. Der Vorgängerbau – ein Stallgebäude aus den 60er Jahren – wurde großteils abgetragen und durch ein modernes Gebäude mit verschiedensten Praxis- und Lehrwerkstätten ersetzt. Im Erdgeschoss finden sich neben einer behindertengerechten Sanitäranlage Unterrichtsräumlichkeiten für die Milchverarbeitung, für Gärtnerei und Floristik sowie für Imkerei, Forstwirtschaft und Elektrotechnik.

Komplementiert werden diese durch einen 100 Quadratmeter großen, lichtdurchfluteten Seminarraum mit Praxisbereich für Gesundheit und Soziales, sowie ein agrarwirtschaftliches IT-Zentrum mit Computern im Obergeschoss. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde das Gebäude barrierefrei gestaltet und ein Lift eingebaut. Insgesamt 2,7 Millionen Euro wurden für den Bau des Mehrzweckgebäudes aufgebracht.

LLA Lienz Paradebeispiel für Tiroler Weg „Energieautonomie 2050“

Bei der Energieversorgung der Schule setzt die LLA Lienz voll auf Solarenergie. Bereits realisiert wurden drei Photovoltaik-Anlagen am Gelände, unter anderem auf dem Dach des Mehrzweckgebäudes. Mit diesen Anlagen werden bis zu 135 Kilowatt elektrischen Stroms erzeugt. Zusätzlich ist auf dem Dach der Schlacht- und Veredelungseinrichtung eine weitere Photovoltaik-Anlage geplant, welche auch eine E-Ladestation speisen soll.

 „Die LLA Lienz ist ein Paradebeispiel für den Tiroler Weg zur Energieautonomie 2050. Denn so werden wie hier in Lienz auch auf den Dächern aller Neubauten im Einflussbereich des Landes Photovoltaik-Anlagen installiert. Bis 2030 sollen zudem weitestgehend alle bereits bestehenden und geeigneten Immobilien mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden“, so LR Tratter.

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Energielandesrat LHStv Geisler sieht darin „einen wichtigen Beitrag für die Energie- und Klimawende“. Neben der Klimafreundlichkeit wirken sich die Photovoltaik-Anlagen auch positiv auf die Betriebskosten der LLA Lienz aus, wie Direktor Einhauer erklärt: „Sobald alle Photovoltaik-Anlagen in Betrieb sind, können wir bis zu 160 Kilowatt an Strom erzeugen und damit einen wesentlichen Teil unseres eigenen Stromverbrauchs decken.“

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