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Notierungen am EU-Schweinemarkt überwiegend unverändert

Marktsituation in Österreich ausgeglichen - Russland bremst BRD-Exporte

Am europäischen Schweinemarkt herrschen diese Woche insgesamt stabile Verhältnisse. Quer durch die EU können sich die Preise mehr und mehr festigen, die Notierungen bleiben in den meisten Ländern unverändert (Ausnahmen: Dänemark, Frankreich). Einerseits konnten Überhänge abgebaut werden, zum anderen sinken die Schlachtgewichte. In Deutschland ist der Mastschweinepreis ebenfalls stabil, hier sorgt allerdings die russische Exportsperre für gekühltes beziehungsweise frisches Schweinefleisch für etwas Unruhe. Da laut bisherigen Inform ationen tiefgefrorenes Fleisch, welches 90% der deutschen Schweinefleisch-Exporte nach Russland ausmacht, nicht betroffen sein dürfte, werden die Auswirkungen auf den Markt zurzeit eher gering eingeschätzt.


Schweinemarkt in Österreich

In Österreich zeigt sich der Schweinemarkt mittlerweile ausgeglichen. Großzügige Geburtstagsangebote der beiden größten Lebensmittel-Ketten des Landes – verbunden mit hohen Preisnachlässen – haben dazu geführt, dass die letzten Schlachttier-Überhänge aufgearbeitet wurden. Das frische Angebot hält sich in Grenzen – möglicherweise, weil die eine oder andere Schweinepartie zur Aufrechterhaltung tiergerechter Stalltemperaturen ein paar Tage länger als üblich gehalten wird. Vor diesem Hintergrund wurde die aktuelle Mastschweine-Notierung auf Vorwochenniveau fixiert, sie bleibt somit bei EUR 1,60.



Was die kurzfristigen Markttendenzen betrifft, so geht Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse von mindestens unveränderten Verhältnissen aus. Preisliche Änderungen nach oben können sich aber ergeben, wenn das Fragezeichen Russland für die deutschen Schweinefleischexporteure geklärt ist. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) rechnet derzeit nicht mit größeren Auswirkungen der mit 04.02.2013 wirksamen russischen Importsperre für gekühltes Fleisch. Das Angebot an schlachtreifen Schweinen sei derzeit rückläufig und die Fleischnachfrage in der BRD könnte durch die Karnevals-Festivitäten positive Impulse erhalten, gibt man sich bei der ISN optimistisch.

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