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EU-Schlachtrinder: Marktsituation bei Jungstieren ausgeglichen

Österreich: Inlandsnachfrage rege, Exporte stagnieren auf niedrigem Niveau

Am europäischen Schlachtrindermarkt zeigt sich die Lage bei Jungstieren EU-weit ausgeglichen. Ausgenommen sind hier jedoch Deutschland und Italien, da die Preise leicht unter Druck gerieten. Bei weiblichen Schlachtrindern ist das Angebot in fast allen Mitgliedsländern knapp, die Nachfrage und die Preise sind stabil.

In Österreich ist das Angebot bei Jungstieren derzeit unverändert. Die Nachfrage am Inlandsmarkt wird als rege bezeichnet, die Exportaktivitäten sind begrenzt. Bei weiblichen Schlachtrindern bleiben Angebot und Bedarf gleich. Was die Schlachtkälber betrifft ist die Nachfrage für das Ostergeschäft lebhafter. Die Menge ist stabil, die Preise sind in allen Kategorien unverändert. Leicht erhöht wurden übrigens die Bio-Kuh-Zuschläge.

Rindfleischpreise bleiben heuer hoch

Nach einem deutlichen Rückgang der europäischen Rind- und Kalbfleischproduktion im abgelaufenen Jahr (-4%) dürfte die Menge heuer nur mehr um 0,5% auf 7,7 Mio. t (Nettoerzeugung) sinken. Dies geht aus der zu Beginn dieser Woche von der EU-Kommission publizierten Kurzfrist-Marktprognose hervor. Als Begründung für diese Entwicklung werden die kleineren Rinderherden genannt. Doch könnte es schon im kommenden Jahr hier zu einer Trendwende kommen. Denn es wird angenommen, dass die Produktion heuer um 1,5% auf 7,81 Mio. t zunimmt. Daher werden die aktuell hohen Rindfleischpreise dieser Prognose zufolge auch im kommenden Jahr auf einem vergleichbaren Niveau bleiben.

Die Rindfleischexporte der EU dürften aufgrund der relativ hohen Preise im Jahr 2013 um 8% auf etwa 200.000 t sinken. Als zusätzlicher Dämpfer wird voraussichtlich auch im kommenden Jahr der ungünstige Eurokurs wirken und die Ausfuhren von Rind- und Kalbfleisch auf geschätzte 173.000 t schrumpfen lassen. Gleichzeitig werden sich laut Berechnungen der Brüsseler Experten die Importe dieser Fleischarten heuer auf 297.000 t erhöhen und 2014 weiter auf ein Niveau von mehr als 300.000 t zulegen. Damit wird die Europäische Union Nettoimporteur in diesem Marktsegment bleiben.



Die folgenden Preise verstehen sich je Kilogramm Hälftengewicht und für AMA-gütesiegeltaugliche Tiere und inklusive Mengenzuschlag für zehn Stück. Zuschläge für schwerere Schlachthälften bei Kühen bis zu 30 Cent sind nicht mitberechnet. Für Irrtümer und Druckfehler wird keinerlei Haftung übernommen. (Red./AIZ/Rinderbörse)


Stiere

Klasse E 4,13 Euro

Klasse U 4,03 Euro

Klasse R 3,96 Euro


Ochsen

Klasse E 4,13 Euro

Klasse U 4,03 Euro

Klasse R 3,96 Euro


Kälber (90-110 kg Schlachtgewicht)

Klasse E 6,10 Euro

Klasse U 5,90 Euro

Klasse R 5,70 Euro


Kalbinnen

Klasse E 3,63 Euro

Klasse U 3,67 Euro

Klasse R 4,68 Euro


Kühe

Klasse E 2,87 Euro

Klasse U 2,91 Euro

Klasse R 2,84 Euro

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